Zukunft Pferdeturm
Der Eishockeystandort am Pferdeturm muss erhalten bleiben.

Unsere Forderungen

Einführende Bemerkung

Die Arbeitsgruppe „Zukunft Pferdeturm“ ist der organisierte Zusammenschluss des Förderkreises Nordkurve Pferdeturm e.V., dem Fanprojekt am Pferdeturm e.V., der aktiven Fanszene, der Fanclubs sowie langjähriger Dauerkarteninhaber des Eishockey-Standorts Hannover. Wir vertreten die Interessen von durchschnittlich über 3.500 Stadionbesuchern pro Spieltag, die jährlich für eine sechsstellige Zahl an Besuchen in Kleefeld sorgen und damit einen erheblichen Wirtschaftsfaktor für die lokale Gastronomie und den ÖPNV darstellen. Als wöchentliche Nutzer des Standorts bündeln wir die Expertise aus Jahrzehnten aktiver Stadion-Erfahrung.

Die Arbeitsgruppe setzt sich für den identitätsstiftenden Erhalt und die Sicherung des charakteristischen Charmes des Eisstadions am Pferdeturm ein. In der Gesamtbetrachtung bewerten wir die aktuell diskutierten Überlegungen zu Standortveränderungen oder Kapazitätsverschiebungen als unverhältnismäßig und im Hinblick auf die negativen Auswirkungen für die Sportkultur, die Nachwuchsarbeit und die soziale Integrität des Stadtteils Kleefeld als kritisch.

Forderungen & Ziele

  1. Standortgarantie: Unwiderrufliche Festlegung des Standortes am Pferdeturm in Kleefeld als Grundlage für die anstehende Machbarkeitsstudie.
  2. Einrichtung eines fachbegleitenden Nutzer-Beirats: Institutionalisierte Einbindung der Arbeitsgruppe „Zukunft Pferdeturm“ in den gesamten Planungs- und Umsetzungsprozess zur Vermeidung von Fehlplanungen.

Begründung

1. Standortgarantie

Der Erhalt des Standorts am Pferdeturm in Kleefeld ist nicht nur aus sportgeschichtlicher Sicht alternativlos, da das Eisstadion sowie der Sport bereits seit 67 Jahren tief mit dem Stadtteil verwurzelt sind, sondern auch aus regulatorischer und ökologischer Perspektive der Stadtplanung geboten. Im Vergleich zu potenziellen Neubauflächen am Stadtrand (z. B. Expo Gelände) weist der aktuelle Standort eine überdurchschnittliche Erschließungsqualität durch Individualverkehr und insbesondere den ÖPNV auf (S-Bahn-Station Hannover-Kleefeld, Stadtbahnlinien 4 und 5 sowie der Buslinien 127 und 137).

Eine Verlagerung würde den „Modal Split“ (Verhältnis der Verkehrsmittelwahl) massiv zuungunsten der städtischen Nachhaltigkeitsziele verschieben1, da eine vergleichbare Taktung und Kapazität des Schienenverkehrs an peripheren Standorten nicht ohne massive Investitionskosten realisierbar ist. Die bestehende Infrastruktur fängt an Spieltagen Spitzenlasten von über 3.500 Personen ab, ohne den Individualverkehr im Stadtteil unverhältnismäßig zu belasten. Ein Bekenntnis zum Standort ist daher als aktiver Beitrag zur Verkehrswende und zum Klimaschutz innerhalb der Landeshauptstadt zu werten.

2. Einrichtung eines fachbegleitenden Nutzer-Beirats

Die Komplexität eines Bauvorhabens dieser Größenordnung verlangt nach einer institutionalisierten Form der Stakeholder-Beteiligung. Die Einrichtung eines Nutzer-Beirats, besetzt durch Vertreter der Arbeitsgruppe „Zukunft Pferdeturm“, ist als Instrument zur Sicherung der Planungssicherheit und des Stakeholder-Vertrauens (analog zu § 10 VwVfG Grundsatz der Zweckmäßigkeit) zu verstehen. Eine reine Informationspolitik seitens der Verwaltung reicht nicht aus, um die tiefgreifende Expertise der Nutzerbasis operativ nutzbar zu machen. Nur durch eine direkte Einbindung kann gewährleistet werden, dass die Machbarkeitsstudie zu Ergebnissen führt, die am Markt (Fankultur und Verein) auch tatsächlich Bestand haben.

Petition

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Einführende Bemerkung

Wir fordern den Rat der Landeshauptstadt Hannover und Oberbürgermeister Belit Onay auf, eine verbindliche, dauerhafte und rechtlich abgesicherte Standortgarantie für das Eisstadion am Pferdeturm abzugeben. Sollte es aufgrund baurechtlicher Hürden nicht möglich sein, einen Neubau auf dem Grundstück des Eisstadions und des benachbarten Standortforstamtes umzusetzen, muss eine Alternativfläche in unmittelbarer Nähe des heutigen Standortes, vorzugsweise in Kleefeld, zur Verfügung gestellt werden.

Unabhängig von künftigen Debatten über Sanierungs- oder Neubaukonzepte muss dieser traditionsreiche Standort im Stadtteil Kleefeld als Heimat des Eissports dauerhaft gesichert werden. Wir fordern ein Ende des politischen Stillstandes sowie die sofortige Schaffung verlässlicher Planungssicherheit bis 2032 für den Verein, den Nachwuchs, die Fans und den gesamten Sport.

Das Eisstadion am Pferdeturm ist seit über 65 Jahren das emotionale Herz des hannoverschen Eissports. Es ist eine soziale Institution, ein Treffpunkt für Generationen und ein unverwechselbares Stück Identität der Landeshauptstadt Hannover, mit deutschlandweiter Strahlkraft und Kultstatus.

Seit Jahrzehnten dreht sich das politische Karussell im Rathaus im Kreis, während die Zukunft des Standortes durch andauernde Prüfungen blockiert wird. Die historische Chronik der politischen Debatten zeigt den dringenden Handlungsbedarf: Bereits in den frühen 2000er-Jahren wurde ein möglicher Neubau thematisiert. Es folgten unter anderem 2013 eine Drucksache 1 zur Prüfung und Kostendefinition einer Sanierung sowie weitere politische Beratungen über die Zukunft des Standortes. Zuletzt wurde im Jahr 2024 eine Machbarkeitsstudie 2 für einen möglichen Neubau angekündigt, deren Ergebnisse bereits im Sommer 2025 erwartet wurden. Darüber hinaus standen Haushaltsmittel in Höhe von 1,65 Millionen Euro zur Verfügung 3, die dem Verein zur eigenständigen Fortführung der Planungsleistungen bereitgestellt werden sollten. Auch dieser Ansatz konnte bislang nicht umgesetzt werden 4.

Es geht nicht um das „Wie“, sondern um das „Wo“!

Diese Petition klammert die Frage aus, ob das Stadion saniert oder neu gebaut wird. Diese technischen Details dürfen nicht länger als Ausrede genutzt werden, um die gesamte Existenz des Eissports am Pferdeturm zu gefährden. Eine Verlagerung des Stadions an den Stadtrand ist für uns inakzeptabel. Die einzigartige Kultur lässt sich nicht an einen anderen Ort kopieren. Was wir jetzt brauchen, ist das Fundament für alles Weitere: Eine unumstößliche Garantie für genau dieses Grundstück.

Dabei geht es nicht nur um den Profisport, sondern um:

  1. Den Nachwuchs- und Breitensport: Zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene trainieren hier Woche für Woche, teils bereits vor der Schule, auf dem Eis. Aufgrund fehlender Eiszeiten gibt es bereits heute nicht nur einen Aufnahmestopp für Nachwuchsspieler, sondern auch Einschränkungen bzw. Aufnahmestopps für Hobbyspieler und den Eiskunstlauf. Das führt dazu, dass Sportlerinnen und Sportler zu anderen Standorten abwandern und dort ausgebildet werden bzw. ihrem Sport andernorts nachgehen.
  2. Die Gemeinschaft: Generationen von Fans, Familien und Vereinsmitgliedern finden hier seit Jahrzehnten ihr zweites Wohnzimmer. Der Pferdeturm ist ein identitätsstiftender Ort für Hannover und weit über den Sport hinaus ein wichtiger sozialer Treffpunkt. Die Gemeinschaft rund um den Standort engagiert sich zudem regelmäßig für soziale Projekte in der Region und unterstützt Jahr für Jahr Einrichtungen und Initiativen wie die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), die Tafel, die Kinderklinik auf der Bult, den Wärmebus, die Bahnhofsmission und weitere soziale Angebote. Damit ist der Pferdeturm nicht nur ein Ort des Sports, sondern auch ein Ort gelebter gesellschaftlicher Verantwortung und Solidarität.
  3. Die Öffentlichkeit: Der Pferdeturm sichert das Schlittschuhlaufen und den Freizeitsport für die gesamte Region und bietet Menschen aller Altersgruppen Zugang zum Eissport - unabhängig vom Vereins- oder Profibetrieb.
  4. Den wirtschaftlichen Faktor: Das Eisstadion ist auch ein bedeutender wirtschaftlicher Standortfaktor für Hannover. Spieltage, öffentlicher Lauf und Veranstaltungen bringen Kaufkraft in den Stadtteil und stärken umliegende Gastronomie, Einzelhandel und weitere lokale Betriebe. Darüber hinaus profitieren Stadt und Region durch Steuereinnahmen. Ein Erhalt oder Ausbau des Standorts schafft zudem Perspektiven für zusätzliche Arbeitsplätze – sowohl während möglicher Bau- und Modernisierungsmaßnahmen als auch im langfristigen Betrieb des Eisstadions.

Ein Appell an ganz Eishockey-Deutschland:

Der Pferdeturm gehört zu Hannover wie das Neue Rathaus und die Eilenriede und ist eine feste Bastion der deutschen Eishockey-Kultur. Wenn traditionsreiche Standorte wie dieser sterben, verliert der gesamte Sport in Deutschland sein Gesicht. Zeigen wir der Politik, dass die Geduld der Eishockey-Familie erschöpft ist. Wir fordern das Ende von leeren Versprechungen und eine ehrliche Perspektive für unsere Heimat. Die Zeit für eine langfristige Standortabsicherung ist genau jetzt!

Die Initiatoren: Gemeinsame Initiative der Aktiven Fanszene, des Förderkreises Nordkurve Pferdeturm e.V. und des Eishockey Fan-Projekts Am Pferdeturm e.V.

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