Initiative für den Pferdeturm startet Großoffensive: Fanszene, Förderkreis und Fanprojekt fordern unumstößliche Standortgarantie und gemeinsame Zukunftsplanung

Veröffentlicht am: 29.05.2026


Hannover, 29. Mai 2026. Am gestrigen Donnerstagabend ist im Rahmen eines politischen Fan-Stammtischs in der „U-Turn Sportsbar“ eine weitreichende Initiative für die langfristige Zukunft und den Erhalt des traditionsreichen Eisstadions am Pferdeturm gestartet worden. Unter dem Slogan „Zukunft Pferdeturm“ hat sich ein Zusammenschluss aus der aktiven Fanszene, dem Förderkreis Nordkurve Pferdeturm e.V. und dem Fanprojekt am Pferdeturm e.V. formiert. Zeitgleich wurden die offizielle bundesweite Online-Petition auf der Plattform openPetition sowie das Informationsportal www.zukunft-pferdeturm.de freigeschaltet.

Ziel der Initiative ist es, mit dem Erreichen des notwendigen Quorums von 3.400 Unterschriften aus Hannover den Stadtrat und Oberbürgermeister Belit Onay in die Pflicht zu nehmen. Die Unterschriftenhürde versteht der Zusammenschluss dabei jedoch nur als ersten Meilenstein. „Das übergeordnete Ziel der Kampagne ist es, den Eissport am Pferdeturm und in der Landeshauptstadt langfristig und dauerhaft zu sichern“, betont Pascal Ohlssen, 2. Vorsitzender des Förderkreises Nordkurve Pferdeturm e.V.

Der Zusammenschluss verfolgt zwei klare Kernziele: Zum einen den dauerhaften, rechtlich abgesicherten Erhalt des Standortes am Pferdeturm als Heimat des Eissports. Zum anderen die verbindliche Zusage, dass die dringend notwendigen Investitionen für eine umfassende Sanierung oder einen Neubau zügig in die Wege geleitet werden, und zwar unter aktiver, transparenter Einbindung der Fans und Vereine von der ersten Minute an.

Planungssicherheit und Mitbestimmung als Kernforderungen

Die Initiative stellt unmissverständlich klar, dass der dauerhafte Erhalt des Standortes untrennbar mit konkreten Schritten für die Zukunft verbunden sein muss. Für den Verein, den Nachwuchs und die Fans ist die Garantie für das Grundstück am Pferdeturm das unverzichtbare Fundament, auf dem nun zügig die Weichen für eine Sanierung oder einen Neubau gestellt werden müssen.

Gleichzeitig weist die Initiative darauf hin, dass der Eissport am bestehenden Standort bereits heute an seine infrastrukturellen und kapazitativen Grenzen stößt. Ohne zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten kann der Eissport in Hannover weder sportlich noch organisatorisch weiter wachsen. Für den Leistungs-, Nachwuchs- und Breitensport bedarf es deshalb einer zukunftsfähigen Perspektive, die ausreichend Kapazitäten und moderne Rahmenbedingungen schafft. Ohne diese Entwicklungsmöglichkeiten fehlt dem Eissport in Hannover langfristig die notwendige Perspektive für eine erfolgreiche Zukunft.

Besonders großen Wert legen die Initiatoren dabei auf einen transparenten Dialog auf Augenhöhe mit den politischen Entscheidungsträgern. Die Zukunft des Stadions dürfe nicht hinter verschlossenen Türen im Rathaus beschlossen werden; vielmehr fordern die Fan- und Förderinstitutionen eine aktive Einbindung bei allen kommenden Planungsschritten, um ihre Heimat aktiv mitzugestalten. Die Zeit für den Eissport in Hannover drängt. Zwar ist die bestehende Dachkonstruktion des Stadions nachweislich noch bis zum Jahr 2036 standsicher, doch angesichts der üblichen Planungs-, Genehmigungs- und Bauzeiten für ein Projekt dieser Größenordnung macht dieser Zeithorizont deutlich, dass frühzeitige Entscheidungen getroffen werden müssen.

Initiative nimmt Oberbürgermeister beim Wort: Beirat gefordert

Ein erster konkreter Schritt des Abends zeichnet sich bereits ab: Oberbürgermeister Belit Onay bot im Rahmen der Diskussion die Gründung eines gemeinsamen Beirats an, um die Initiative direkt in die kommenden Prozesse einzubinden. Für die Initiatoren ist dies ein wichtiges Signal, das es nun schnellstmöglich zu konkretisieren gilt. Die Initiative wird den Oberbürgermeister hier beim Wort nehmen und zeitnah die Ausgestaltung dieses Gremiums einfordern.

Taten statt Vertagungen

Die Geduld der Beteiligten ist sichtlich erschöpft. „Der heutige Abend hat deutlich gezeigt, dass Fans und Verein nicht länger auf Entscheidungen warten wollen“, macht Martin Schwarzer, 2. Vorsitzender des Fanprojekts am Pferdeturm e.V., klar. Der Eissport in Hannover dürfe nicht zum Spielball des anstehenden Wahlkampfes werden, sondern brauche jetzt eine verlässliche Perspektive für die Zukunft.

Dabei gehe es laut Schwarzer keineswegs allein um den Profieishockey-Betrieb: „Der Eissport am Pferdeturm steht ebenso für Nachwuchsarbeit, Breitensport und gesellschaftliches Engagement. "Viele Menschen in unserer Stadt sind auf eine langfristige Sicherung des Standorts angewiesen.“

Die Politik habe dem Eissport in der Vergangenheit klare Zusagen gemacht und werde sich nun an ihren Taten messen lassen müssen. „Die Zeit für Absichtserklärungen ist vorbei, jetzt erwarten wir konkrete Schritte und verlässliche Entscheidungen für die Zukunft des Eissports am Pferdeturm“, fordert Schwarzer abschließend.

Kultstatus mit deutschlandweiter Bedeutung

Der Pferdeturm ist seit über 65 Jahren das emotionale Herz des hannoverschen Eissports und eine feste Bastion der gesamtdeutschen Eishockey-Kultur. Neben dem Profisport der Hannover Indians sichert das Stadion jede Woche den Nachwuchs- und Breitensport für hunderte Kinder und Jugendliche sowie das öffentliche Schlittschuhlaufen für die gesamte Region.

Die Bedeutung des Pferdeturms reicht dabei weit über Hannover hinaus. Traditionsreiche Spielstätten prägen die Identität des deutschen Eishockeys und leisten einen wichtigen Beitrag zur Sportkultur. Die Petition richtet sich daher ausdrücklich auch an Eishockeyfans und Unterstützer in ganz Deutschland, um die breite Solidarität innerhalb des Sports sichtbar zu machen und die Bedeutung des Standortes für die Zukunft des Eissports zu unterstreichen.

Über die Initiative:

Die Initiative „Zukunft Pferdeturm“ ist ein Zusammenschluss der Fan- und Förderinstitutionen des Eissports am Pferdeturm in Hannover.

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